Archiv für den Monat: November 2015

Masaya

Am frühen Samstagmorgen machten wir uns (leider ohne den kranken Vincent) auf den Weg nach Masaya. Nachdem wir angekommen und ein Hostelzimmer bezogen hatten, war der erste Schritt eine Nachttour zum Vulkan Masaya zu organisieren. Zwischen 16 und 16.30 Uhr sollte es losgehen, also hatten wir noch etwas Zeit, um Masaya zu erkunden. Nach einem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum malecón, einer Ufermauer, von der aus man einen schönen Blick über die Laguna de Masaya hat.

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Wieder im Parque Central angekommen, bestellten wir Batidos (Obstsmoothies) und genossen diese an einem etwa vier Meter hohen Tisch auf genau so hohen Stühlen. Hoch unter herunter kommen, waren zwar eine etwas wacklige Angelegenheit, aber immerhin konnten wir alles überblicken und wer möchte nicht mal auf einer Höhe mit den Tauben sein frisches Getränk genießen.

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Am Nachmittag wurden wir dann am Hostel abgeholt und zum Parque Nacional Volcán Masaya gefahren. Dieser Vulkan ist der aktivste in ganz Nicaragua. Zuerst stiegen wir auf einen hohen Punkt, von wo aus wir eine weitreichende Sicht auf die Umgebung hatten. Langsam wurde es dunkel und der nächste Stopp war eine Höhle, in die man fast 200 Meter hineinlaufen konnte (aber nur mit Helm und Taschenlampe). Schon hier flatterte die ein oder andere Fledermaus an der Decke entlang. Danach begaben wir uns zu einem Fledermausausgang. Innen drin flatterten die Tiere fröhlich umher (sobald man das Licht ausschaltete) und kamen auch hinaus geflogen. Wieder zurück am Weg merkte man ganz deutlich die giftigen Schwefelgase des Vulkans in seinem Hals, also ab ins Auto und zurück zum Ausgangspunkt. Dort konnte man nämlich jetzt im Dunkeln vom Rande des Kraters aus hinunter blicken und das orange-rote Leuchten der Lava sehen. Irgendwie nicht sehr beruhigend, wenn man bedenkt, dass der Vulkan jeden Moment ausbrechen könnte…

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Wir überlebten es jedoch und kamen heil wieder im Hostel an. Am nächsten Morgen gingen wir zum Mercado Artesanías, einem großen Markt, auf dem unendlich viele handgemachte Dinge (Taschen, Armbänder, Shirts, Zigarren, Hängematten und vieles, vieles mehr) angeboten werden und man sich beherrschen muss, nicht an jedem Stand Souveniers zu kaufen.

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Nach dem Mittagessen holten wir unsere Rucksäcke aus dem Hostel und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof. Zumindest wollten wir das. Auf dem Weg war ein Straßenumzug; die Leute trugen meist gruselige Verkleidungen, manche stellten aber auch die früheren Bauern da, welche Schilder mit Sprüchen trugen.

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Isla de Ometepe

Anfang November hatten wir ein verlängertes Wochenende und konnten uns schon Freitags auf den Weg zum Nicaragua-See machen. Nach einigen Malen Umsteigen in völlig überfüllte Mikrobusse (28 Leute in einem 16-Sitzer!!) kamen wir endlich in San Jorge an, von wo aus wir eine Fähre zur Isla de Ometepe nahmen. Diese Insel besteht aus zwei Vulkanen, die durch eine Landbrücke verbunden sind. In Moyogalpa aßen wir erstmal zu Mittag und machten uns dann zu unserem ersten Ziel Playa Santo Domingo auf. Unser Hostel lag direkt am See, was wir trotz Regen zum Baden nutzten. Außerdem hatte man einen wunderbaren Blick auf Maderas, den kleineren der beiden Vulkane. Am Samstagmorgen machten wir und bereits um kurz vor 7 auf den Weg, um einen durch den dichten Wald führenden Pfad entlang zu laufen. Und das frühe Aufstehen lohnte sich: Wir sahen (und vor allem hörten) Brüllaffen und kleinere Affen, verschiedene Vögel und Pflanzen (z.B. Bäume, die Stacheln an der Rinde haben und Lianen) und eine fette Kröte, die mitten auf dem Weg saß.

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Nach einem Frühstück mit wunderbarer Aussicht machten wir uns auf den Weg zum Ojo de Agua, einem künstlich angelegten Pool inmitten der Natur, mit Slackline zum Balancieren und Tarzanschwinge. Ziemlich cool, aber nicht so spektakulär wie erwartet. Mittags machten wir uns dann auf den Weg nach Santa Cruz, am Rande des Vulkans Maderas liegend. Dort übernachteten wir in einem –nennen wir es- alternativen Hostel. Mit Reisklo und Mülltrennung (Müll in einen Mülleimer zu werfen ist schon eher unüblich, aber dann auch noch zu trennen..). Matteo und ich schliefen in Hängematten, wobei das darüber hängende Moskitonetz leider nicht viel brachte.

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Am nächsten Morgen trafen wir uns bereits um 7 mit unserem Guide, der uns in den folgenden Stunden den Vulkan hochführen sollte. Der Aufstieg war sehr anstrengend (ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so viel geschwitzt). Es ging über Felsen, Wurzeln, Matsch, durch einen Baumstamm (dort flatterten uns unzählige Fledermäuse um die Köpfe). Aber nach knapp 4 Stunden kamen wir endlich am im Krater liegenden See an. Dort hatten wir dann etwa eine Stunde Zeit, um stolz zu sein, etwas zu entspannen und zu trocknen. Dann kam der Rückweg, nicht viel weniger anstrengend, vor allem weil es teilweise sehr matschig und meist rutschig war. Nach drei Stunden kamen wir dann fertig, aber glücklich wieder im Hostel an.

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Am nächsten Tag traten wir mit Muskelkater die Rückreise nach San Rafael del Sur an.
Das nächste Mal ist der größere Vulkan Concepción dran;)

 

Reunión

Heute Morgen wurde meine erste Sportstunde mit der 2A schon um 7.30 Uhr durch die Schulklingel beendet (diese ist seit etwa 2 Wochen neu und klingelt nicht automatisch zur richtigen Zeit, sondern muss jedes Mal von Hand betätigt werden. Das heißt, die Stunden beginnen und enden dann wenn die Lehrer das wollen und falls der Raum in dem die Klingel ist, verschlossen ist (weil die Klasse nicht da ist), funktioniert auch alles prima ohne Schulklingel). Die Schüler versammelten sich in Reihen an der Tribüne. Als erstes wurde die Nationalhymne gesungen, es folgten einige Ansagen zu neuen Putz- und Kehrgeräten, zur Zeugnisausgabe und zu den Anmeldungen für das nächste Schuljahr und Schülerinnen der sechsten Klasse führten Tänze auf. Dann kamen alle Lehrer auf die Bühne und es wurde -unter teilweise lautem Jubel der Schüler- bekannt gegeben, welcher Lehrer im nächsten Schuljahr welche Klasse unterrichtet (das Schuljahr endet im Dezember; danach sind bis Februar Sommerferien). Am Ende sangen alle gemeinsam ein ‚canción de la educación‘ (=Bildungshymne?!). Anschließend ging es wieder zum Unterricht in die Räume bzw. für die 6A mit mir auf den Schulhof zum Baseballspielen.

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